Gewinnbringend: Agrarfachmesse als Ideengeber für Landwirte
"agrarwelt" vom 19. bis 21. Februar 2010 in Friedrichshafen - Fachmesse für Bio-Energie, regionale Kulturlandschaft und Agrartechnik mit Vorträgen zu aktuellen Themen - Parallelveranstaltung Fruchtwelt Bodensee
Ertragreiche Einnahmequellen in der Landwirtschaft, Direktvermarktung, Pflanzenschutz, sinnvolles Zeitmanagement und der Nutzen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes - das sind die Themen der "agrarwelt" vom 19. bis 21. Februar 2010. Die Fachmesse für Bio-Energie, regionale Kulturlandschaft und Agrartechnik ist zum zweiten Mal Treffpunkt der Voll- und Nebenerwerbslandwirte aus dem Dreiländereck. Aussteller zeigen ihre neuen Produkte und Dienstleistungen, Vorträge informieren und geben neue Impulse. Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2008 findet die Veranstaltung erneut im Duo mit der Internationalen Obstfachmesse Fruchtwelt Bodensee statt.
"Die ‚agrarwelt’ kombiniert Produktangebote der Aussteller mit einem praxisorientierten Vortragsprogramm. Sie ist die ideale Plattform für Landwirte, um sich Informationen und neue Ideen zu holen, aber auch, um sich auszutauschen", erklärt Projektleiterin Petra Rathgeber. "Im Jahr 2008 haben viele Landwirte von den thematischen Überschneidungen mit der Fruchtwelt Bodensee profitiert. In der zweiten Auflage haben wir die Gemeinsamkeiten noch stärker herausgearbeitet." So starten die Bodensee-Obstbautage, die das Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB) und die Obstregion Bodensee gemeinsam ausrichten, mit Themen, die Besucher beider Fachmessen ansprechen. Professor Reiner Doluschitz schildert in seinem Vortrag am Eröffnungstag die organisierte Vermarktung in der Agrarbranche. Dabei legt der Leiter der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen und des Instituts für landwirtschaftliche Betriebswirtschaftslehre der Universität Hohenheim dar, wie wichtig der Zusammenschluss von Landwirten für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist.
Ertragreich: Treffpunkt der Landwirte
Die "agrarwelt" richtet sich vor allem an Landwirte aus den Regionen Oberschwaben, Allgäu, Alb, Schwarzwald, rund um den Bodensee sowie der Ostschweiz und Vorarlberg. Die Aussteller informieren zu den Bereichen Agrarenergie und
-Technik, Landhandel, Agrarkultur und Software. Gemeinsam mit den Vortragsreferenten säen sie Ideen für ertragreiche Ernten und zusätzliche Einnahmequellen der Landwirte.
Hilfreich: Serviceangebote des Maschinenrings
Eine Reihe von Projekten, die Landwirte bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen, präsentieren die Maschinenringe Tettnang, Lindau, Alb-Oberschwaben Deggenhauser Tal, Württembergisches Allgäu und die Machinenring Service GmbH an ihrem Gemeinschaftsstand. Das Angebot reicht von der mobilen Werkstatt, die landwirtschaftliche Geräte vor Ort repariert, über den Verleih von Arbeitsgeräten inklusive Fachkraft, bis hin zu Beratungsaktivitäten und Seminaren. Uwe Gottwald, Referent des Landwirtschaftsamts Rosenheim für gesamtbetriebliche Beratung, beschreibt in seinem Vortrag, wie gutes Arbeitszeitmanagement und eine effiziente Betriebsführung Freiräume für eine bessere Lebensqualität schaffen kann.
Energiereich: Stromerzeugung durch Photovoltaik
Eine zusätzliche monatliche Einnahmequelle für Landwirte bietet der Bereich der Photovoltaik, da der Betrieb einer Anlage zwar anfänglich Kapitaleinsatz erfordert, aber keine arbeitswirtschaftlichen Ressourcen benötigt. Professor Franz Josef Kuhn, Dozent an der Fachhochschule Sigmaringen-Albstadt, beschreibt in seinem Vortrag praxisnah diesen gewinnbringenden Wirtschaftszweig. Außerdem informiert der Maschinenring Tettnang am Gemeinschaftsstand, wie er Landwirte bei der Umsetzung eines Photovoltaikprojektes unterstützt.
Gewinnbringend: Biogas und sein Nutzen
Chancen, Risiken und Zukunftsaussichten der Bioenergie-Erzeugung thematisiert der Fachverband Biogas in mehreren Vorträgen. Hier erfahren die Zuhörer, wie beispielsweise Milchbauern durch die Verwertung von Gülle ein zusätzliches Einkommen erhalten können und was die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit sich bringt. Außerdem informieren Biogasanlagen-Hersteller über ihre Produkte.
Existenziell: Pflanzenschutz im weltweiten Einsatz
Pflanzenschutzmittel sind unverzichtbare Betriebsmittel in der landwirtschaftlichen Produktion und tragen zur weltweiten Ernährungssicherung bei. In der Öffentlichkeit wird jedoch der Einsatz von chemischen Mitteln kritisch betrachtet, was zur Verunsicherung bei Landwirten und Verbrauchern führt. Unter dem Titel "Pflanzenschutz im Wandel der Zeit" greift Prof. Dr. Backhaus bei seinem Vortrag in die konträre Diskussion ein. Der Präsident des Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen ist Experte im Bereich des Pflanzenschutzes und wird dessen Fortschritte sachlich darlegen.
Regional: Vorträge zur Direktvermarktung
Die regionale Vermarktung von Produkten bietet Landwirten eine zusätzliche Einnahmequelle zur organisierten Vermarktung. In mehreren Vorträgen werden sowohl bestehende Strukturen als auch Erfolgsfaktoren einer besseren Strukturierung beleuchtet. Einen "Werbe-Check" für Direktvermarkter bietet Mechthild Högemann von Produkt + Markt Agribusiness Consulting, die praxisnah anhand von Werbebeispielen aufzeigt, wo die heimlichen "Kundenkiller" zu finden sind. Die Zuhörer erfahren, wie sie typische Werbefehler vermeiden können, und wie Profis aus der Branche das Thema angehen, um Umsätze zu steigern. Die Rentabilität von Hofläden erörtert Katja Brudermann vom Beratungsdienst Endverkauf Südbaden.
Historisch: Sonderschau von Oldtimer-Traktoren
Eine Reise in die Vergangenheit können die Besucher in der Sonderausstellung mit 30 aufwändig und liebevoll restaurierten Oldtimer-Traktoren sowie landwirtschaftlichen Geräten unternehmen. Die Traktorfreunde vom Argental zeigen Raritäten, wie ein Raupenfahrzeug von Ransomes aus dem Jahr 1940 oder eine Hanomag Perfekt 401 mit Seilwinde. Die Ausstellungsstücke verdeutlichen, wie der Landwirt früher auf dem Feld gearbeitet hat: So ist beispielsweise ein Kramer Traktor mit Bandsäge aus dem Jahr 1951 zu sehen und ein Tiger der Firma Eicher mit Baumspritze. Außerdem stehen Ansprechpartner für Fragen rund um die Ausstellungsstücke und die historische Landwirtschaft zur Verfügung.
Modisch: Landfrauen auf dem Laufsteg
Was Frühjahr und Sommer modisch zu bieten haben, zeigen Landfrauen erstmals auf der Modenschau im Rahmen der "agrarwelt". Egal ob sportlich oder elegant - die Modelle repräsentieren authentisch die Landfrau von heute und tragen Mode für Arbeit, Freizeit und festliche Anlässe zur Schau.
Zeitgleich: Parallelveranstaltung Fruchtwelt Bodensee
Eine internationale Plattform der Obstbaubranche ist die Fruchtwelt Bodensee, die zeitgleich mit der "agrarwelt" auf dem Messegelände stattfindet. Hier stehen Kernobst, Steinobst, Beeren, Hopfen und Destillation im Fokus. In die Messe integriert sind wieder die Bodensee-Obstbautage mit einem umfangreichen Vortragsprogramm. Weitere Informationen unter www.fruchtwelt-bodensee.de.
Preise und Öffnungszeiten
Die "agrarwelt" ist vom 19. bis 21. Februar 2010 geöffnet: am Freitag und Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr. Die Tageskarte kostet 9 Euro und beinhaltet auch den Eintritt zur Fruchtwelt Bodensee.